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Samtgemeinde Salzhausen

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Vorlage - GD/17/029  

Betreff: Modernisierung / Sanierung der Straßenbeleuchtung in beiden Ortsteilen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Heinrich Nottorf
Federführend:Gemeinde Toppenstedt Bearbeiter/-in: Nottorf, Heinrich
Beratungsfolge:
Rat der Gemeinde Toppenstedt
07.02.2017 
Sitzung des Ausschusses für Dorfentwicklung der Gemeinde Toppenstedt geändert beschlossen   
Dorfentwicklungsausschuss Vorberatung

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
v_merkblatt_investive_klimaschutzmanahmen  

Sachverhalt:

Die Straßenbeleuchtung in beiden Ortsteilen bereitet zunehmend Probleme.

In Tangendorf und Toppenstedt sind ca. 250 Straßenleuchten verbaut. Ein Kataster für die

Installation besteht bisher nicht. Dieses ist zu erstellen.

Als Leuchtmittel für die Lampen sind in der Regel folgende Leuchtmittel auf Peitschenmasten

verbaut:

- U-Röhren

- NAV (Natrium-Dampflampe gelb im Austausch)

Die frühere Installation mit HQL-Lampen ist seit 2016 nicht mehr lieferbar.

Die verbauten/ersetzten U-Röhren haben einen großen Energieverbrauch.

Die ‚älteren‘ Leuchtmittel sind teilweise vom Markt genommen worden, sodass ein

Austausch nicht mehr möglich ist.

Mit der vorhandenen Straßenbeleuchtung kann zum einen keine bedarfsgerechte Schaltung

durchgeführt werden, zum anderen sind im Störfall die Reparaturzeiten wegen der

problematischen Ersatzteilbeschaffung sehr lang. Energieeinsparung findet über die

vorhandene Anlage nicht statt. Diese kann durch kürzere Einschaltzeiten und zeitweise

reduzierte Lichtintensität, z. B. 50 Prozent, bewirkt werden.

Im Zuge der demographischen Entwicklung in den Ortsteilen ist aus Sicherheitsbedürfnissen

unserer Bürger eine Sanierung der Anlage zu beraten. Eine moderne Beleuchtungssituation,

die sich z. B. an die DIN EN 13201 anlehnt, hat das Ziel, die Straßen und Verkehrswege

entsprechend des Verkehrsaufkommens und unter anderem der damit verbunden

Gefahrensituationen gleichmäßig zu beleuchten. Dabei soll die Beleuchtung so gestaltet

werden, dass die Verkehrswege und keine angrenzenden Flächen oder Gebäude beleuchtet

werden. Eine gleichmäßigere Beleuchtung der Verkehrswege, die auch der Vermeidung von

Dunkelfeldern dient, bedeutet eine größere Anzahl Lampenstandorte.

Das aktuelle Leitungsnetz, zurückzuführen auf Erdschluss und Verlust von Phasenleitern,

bereitet Probleme. Eine Verwendung der bisherigen Leitungen für eine Modernisierung der

Beleuchtung ist nicht möglich. Diese muss für die Änderung der Beleuchtungssituation und

damit eine größere Anzahl Lampenstandorte, auch wegen möglicher Änderungen der

Straßenseiten, erneuert werden. Dies kann erhebliche Bodenarbeiten bedeuten.

Durch neue Straßenbeleuchtung können die Instandsetzungs- und Betriebskosten der

Beleuchtung reduziert werden. Damit werden weniger Mittel der Gemeinde gebunden und

stehen anderen Aufgaben zur Verfügung. Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung bedeutet

einen erheblichen finanziellen Aufwand, der durch Fördermittel des Bundes reduziert werden

kann. Eine kurzfristige Umstellung der gesamten Straßenbeleuchtung in der Gemeinde

Toppenstedt auf LED-Technik ist daher nicht zu erwarten. Vielmehr besteht die Möglichkeit

über diejenigen Straßen zu beraten, für die eine Umstellung der Beleuchtung besonders

geeignet ist.

Für die Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und

Reaktorsicherheit sind folgende Punkte zu beachten. Die Antragstellung ist vom 1. Januar

bis 31. März und vom 1. Juli bis 3. September 2017 möglich. Der Planungszeitraum soll

frühestens 5 Monate nach dem Einreichen des Zuwendungsantrages beginnen. Die

Ausschreibung darf erst nach Erteilung der Zuwendung durchgeführt werden. Der

Bewilligungszeitraum beträgt ein Jahr. Damit ergeben sich mögliche Zeiträume für die

Sanierung der Straßenbeleuchtung.

Gefördert werden kann „der Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtung bei der Sanierung von

Außen- und Straßenbeleuchtung mit einem CO2-Minderungspotenzial von mindestens 70

Prozent“ mit 20 Prozent der Kosten und „der Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtung in

Verbindung mit einer nutzungsgerechten Steuer- und Regelungstechnik bei der Sanierung

von Außen- und Straßenbeleuchtung mit einem CO2-Minderungspotenzial von mindestens

80 Prozent“ mit 25 Prozent der Kosten. Die einzelnen zu fördernden Maßnahmen sind

Anschaffung und Montage der neuen Anlagen sowie Demontage und Entsorgung der alten

Anlagen

Nicht zuwendungsfähig sind zum Beispiel Kabel, Straßenmasten und der Ersatz

konventioneller Leuchtmittel auf LED. Weitere Ausnahmen können dem „Merkblatt Investive

Klimaschutzmaßnahmen“ auf Seite 9 entnommen werden.

Zur Ausschusssitzung ist ein Vertreter der Firma AVACON, auch im Bereich der

Straßenbeleuchtung tätig, eingeladen worden.

 


Finanzielle Auswirkungen:
Die finanziellen Auswirkungen sind im Zuge der Planung unter Berücksichtigung von

Fördermitteln zu erarbeiten.

Die Umsetzung der Modernisierung der Straßenbeleuchtung kann Bestandteil des nächsten

Haushalts sein, wenn die Maßnahmen erst in 2018 durchgeführt werden.

 


Beschlussvorschlag:

Der Dorfentwicklungsausschuss empfiehlt der dem Verwaltungsausschuss und dem Rat der

Gemeinde Toppenstedt, einen Planer zu beauftragen, der die Möglichkeit zur Förderung der

Erneuerung der Straßenbeleuchtung überprüft und einen Förderantrag für die in der Sitzung

zu bestimmenden Straßen zu stellen. Der Dorfentwicklungsausschuss empfiehlt dem

Verwaltungsausschuss und dem Rat denselben Planer zu beauftragen, die Maßnahme(n) zu

betreuen. Ferner wird dem Verwaltungsausschuss empfohlen, die Verwaltung zu

beauftragen, ein Kataster über Art und Standorte der Straßenbeleuchtung der Gemeinde

Toppenstedt anzulegen und regelmäßig zu aktualisieren.

 


Anlagen:
Merkblatt Investive Klimaschutzmaßnahmen

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 v_merkblatt_investive_klimaschutzmanahmen (348 KB)